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Nackt rasiert

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süßes Miss Lena.

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Vor dem fotografieren, habe ich mich extra nochmal ganz blank rasiert, denn ich weiss genau, dass jeder Kerl auf glatte Mösen abfährt. Bin auch echt schon total gespannt, ob mich hier ein paar Klassenkameraden oder sogar ein Lehrer von meinem Gymnasium entdeckt. Bild1 Bild2 Bild3 Willst du mich real kennenleren? Hey Melli Du siehst wunderschön aus Würde mich freuen wenn du dich mal meldest [ protected]. Schöner geht es fast nicht.

Brett
Was ist mein Alter 27

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Ich bin mit meinen 37 Jahren alt geworden. Das wird mir schlagartig klar, als sich die Tür zur Sauna öffnet und eine ausgelassene Gruppe Mittzwanzigjähriger hereinkommt: allesamt unten herum nackt.

Nicht dass Männer ohne Schamhaare etwas Neues für mich wären. Als mein Freund Nils mit Anfang zwanzig aus einer bayerischen Provinzstadt nach Berlin ging, um dort endlich offen ein schwules Leben zu führen, erzählte er mir bald: »So, nun habe ich es auch getan. Die Schamhaare sind ab. Für mich war das fremd — aber da die ganze Welt der Schwulen eine mir fremde war, passte es wieder. Nun aber, angesichts der nackten Überzahl, bin ich es, der sich fremd fühlt. Schon bald werden Schamhaare so ungewöhnlich sein wie heute unrasierte Achseln bei einer Frau.

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Alle Untersuchungen zum Thema Intimenthaarung kommen in einem Punkt überein: je jünger, desto nackter. Etwa neunzig Prozent der Frauen in der Gruppe der bis Jährigen sollen sich, einer Studie der Universität Leipzig zufolge, die Schamhaare ganz oder teilweise rasiert — wobei der Trend, so amerikanische Studien, deutlich zur Komplettenthaarung geht. Und: Männer rasieren, epilieren und waxen zwar noch etwas weniger als Frauen in der Gruppe unter rasiert sind es etwa siebzig Prozent»es geht aber deutlich in Richtung Angleichung«, so Aglaja Stirn, die in Hamburg Professorin für Psychosomatik ist und über den Enthaarungstrend geforscht hat.

Unsere Gesellschaft verdrängt das Sterben, dabei würden wir an Gemeinschaftssinn und Gelassenheit gewinnen, wenn wir uns mehr mit dem Tod beschäftigen würden. Zum Beispiel in Form einer obligatorischen Sterbebegleitung für alle. Ein Plädoyer. Die Geschichte des Feldzuges gegen das krause Haar ist schnell erzählt. Schon in antiken Hochkulturen wurden Schamhaare entfernt, aus nackt wie kultischen Gründen.

Im Mittelalter rasierten sich die Prostituierten ihre Scham. Und in der »ersten sexuellen Revolution« in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts gab es urbane Subkulturen, in denen eine nackte Genitalgegend gängig war — eine Praxis, die von den Nazis, die eine blond wuchernde Schambehaarung propagierten, als »dekadent« gebrandmarkt wurde. Ab den er-Jahren wurden in der Pornografie weibliche Geschlechtsorgane zunehmend nackt gezeigt. Zum einen, weil auf diese Weise tiefere gynäkologische Einblicke möglich waren.

Zum anderen, weil Haar bei den intensiven Reibungen in Hardcore-Pornos schlicht unangenehm war. Der eigentliche Take-off der Intimenthaarung aber fand in Brasilien statt. In den USA kam dieser Trend besonders gut an; Körperbehaarung wurde hier schon lange als Makel betrachtet.

Nachdem sich im Jahr in einer Sex and the City -Episode die Protagonistin Carrie Brhaw über ihr Brazilian Waxing ausgelassen hatte, eröffneten binnen kurzer Rasiert zahlreiche Studios. Prominente von Gwyneth Paltrow bis Victoria Beckham leisteten Schützenhilfe und schwärmten von ihren Waxings.

Mit globalen Folgen: Inzwischen gibt es auch in Wunsiedel und Bielefeld Enthaarungsstudios. Bewertet wurde dieses Phänomen bisher vor allem von Feministinnen, am eloquentesten von der britischen Komikerin Caitlin Moran, die sich darüber ärgerte, dass der Trend Frauen alle vier Wochen zu einer teuren und sehr schmerzhaften Prozedur verdamme: »Zeit und Geld, die wir da investieren, sind doch eine Art Steuer auf unsere Vagina. Andererseits scheinen nicht wenige Frauen mit ihrem enthaarten Geschlecht ganz zufrieden zu sein.

Das passiere aber vor allem, wenn sie enthaart sei. Dazu passt nackt die Erkenntnis einer US-Studie, dass vor allem sexuell aktive Frauen waxen. Und eben — und das ist der noch wichtigere Einwand gegen die feministische Kritik — auch Männer. Etwa mein Freund Leon. Er ist 28, Schauspieler und lebt nackt Köln.

Darauf gekommen sei er, als er mit einer gewaxten Frau Sex hatte. Aber als es zum Oralsex kam, war es einfach toll. Cunnilingus ist sowieso super — aber noch viel besser, wenn man keine Haare im Mund hat.

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Rasieren kam für ihn nicht in Frage, allein bei dem Gedanken an Bartstoppeln im Schritt schüttelt rasiert sich. Die Methode mit Kaltwachsstreifen erschien ihm wie eine besonders effektive Foltermethode, also ging er in ein »Sugaring«-Studio, in dem die Haare mit einer Art Karamellpaste entfernt werden.

Die Prozedur selbst sei zwar auch »nicht gerade lustig« gewesen vor allem die Tatsache, nackt die Enthaarerin nebenbei noch eine Kollegin anlernteaber mit dem Ergebnis war Leon höchst zufrieden. Wenn ich dann da angefasst werde, ist es viel intensiver.

Oft muss ich beim Sex kichern, so kitzlig bin ich. Für Leon ist die Sache klar: »Ich mache es, weil der Sex so besser ist. Wenn es bei allen so wäre, wäre die Sache damit erledigt. Intimhaarentfernung wäre ein weiterer Fortschritt der Menschheit, ähnlich, sagen wir, dem Zähneputzen.

Aber so einfach ist es nicht. Denn dass der Trend sich so schnell durchgesetzt hat, liegt an seinem imperativen Charakter. Das Wort Schamhaar ist in den letzten Jahren umdefiniert worden. Heute bedeutet es nicht mehr »Haar, das die Scham bedeckt«, sondern »Haar, für das man sich schämt«. Viele Frauen und Männer machen das nicht aus freien Stücken. Meine Bekannte Clara, 32, Fotografin aus Hamburg, berichtet von einem One-Night-Stand, den sie vor ein paar Jahren mit einem Mann von Anfang zwanzig hatte.

Alles sei bestens gelaufen, sie fanden sich nett, attraktiv, wollten miteinander ins Bett. Dort blieben sie aber nicht lange: »Als er mich anfasste, fragte er, offensichtlich verdutzt: Wieso hast du denn da Haare? Es war nicht böse gemeint — trotzdem war ich so empört, dass ich ging.

Die geplatzte Affäre erinnert an eine unglückliche Episode aus dem Leben John Ruskins, einer der wichtigsten Künstler und Kunsthistoriker des Viktorianismus. Der war rasiert in die glatten Statuen des klassischen Griechenlands. Als er dann in der Hochzeitsnacht entdeckte, dass seine Braut nicht aus Marmor, sondern Fleisch und noch dazu behaart war, erschrak er so, dass er die Ehe nicht vollziehen konnte.

Über John Ruskins Impotenz lachte die gebildete Herrenwelt des Vielleicht war er aber einfach nur seiner Zeit voraus. In Internetforen finden sich heute Sätze wie dieser: »Schamhaare sind einfach eklig. Schaut euch mal einen alten Nackt an, dann wisst ihr, was ich meine. Eine komplett enthaarte weibliche Scham ist dem Augenschein nach ein Kindergenital. Sind also all die jungen John Ruskins verkappte Kinderschänder? Natürlich ist das Quatsch. Sie verwandeln sich rein optisch in präpubertäre Körper.

Damit alisieren sie vor allem eines: Reinheit und Ungefährlichkeit.

Tom Hiddleston Gets Caught Tanning Naked in 'High-Rise'

So paradox es scheint: Zum einen verweist der Trend auf so »schmutzige« Dinge wie Pornografie, auf Oralsex und ein aktives Sexualleben. Und doch kann er, so Stirn, als »Sexualabwehr« interpretiert werden: »Die Sexualität soll vom Triebhaften gereinigt werden. Mit Haaren assoziiert man Tierisches: Schmutz, Geruch, Unreinheit. Auf der anderen Seite wird Sexualität versportlicht.

Dieses Bild der sauberen, sportlichen Sexualität ist nicht mehr verbannt ins Boudoir, sondern darf in der Gesellschaft offen gezeigt werden. Auf diese Weise löst sich auch rasiert vermeintliche Widerspruch: Das Ideal des reinen Körpers ist kein Gegensatz zur allgegenwärtigen Sichtbarkeit der neuen Mainstream-Pornografie dass es daneben unzählige kleine Porno-Genres gibt, in denen die Rückkehr des Verdrängten — Haare, Falten, Schmutz — gefeiert wird, versteht sich von selbst.

Es gehört nicht viel Fantasie dazu, Pornos als Work-out-Anleitungen zu betrachten. Der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch hat für diesen Kulturwandel der Sexualität eine sehr griffige Formel gefunden: »Wohllust statt Wollust«. Das passt sehr gut zu den Thesen des nackt Kulturphilosophen Robert Pfaller.

Der wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass unsere Kultur gerade einem drastischen Reinigungsprozess unterzogen wird, dass alte Genusstechniken wie Rauchen und Alkoholtrinken unter Generalverdacht gestellt werden und einem neuen Puritanismus weichen, dessen Ideale Fitness, Sport und Gesundheit sind. Als Symbol dieses neuen Regimes sieht Pfaller entgiftete Lebensmittel wie Butter ohne Fett, Bier ohne Alkohol und Kaffee ohne Koffein. Sie suggerieren, dass so etwas wie Genuss ohne Reue möglich wäre.

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In dieses Paradigma fügt sich auch der neue »Sex ohne Körper« — oder genauer: der Sex, dessen Ideal der unschuldige Körper ist. Was abhanden komme, so Pfaller, sei die Fähigkeit zur »Sublimierung«: Darunter versteht er, dass Objekte oder Handlungen, die normalerweise ekelerregend sind — etwa der Rausch mit seiner Tendenz zur Entgrenzung, das Tabakrauchen, von dem wir alle wissen, wie schädlich es ist, oder aber das tierische, unter ständigem Geruchsverdacht stehende Schamhaar — in gewissen Situationen nicht nur ihren Schrecken verlieren, sondern selbst Quelle der Lust werden können.

All das muss denen, die sich ihre Schamhaare entfernen, gar nicht bewusst sein. Und trotzdem — rasiert besser: genau deswegen — wirkt die neue Doktrin. Clara etwa erzählt, dass sie nach jener nackt Nacht mit dem jungen Mann nun auch gelegentlich zum Waxing gehe.